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Zum 88. Geburtstag von Ingo Maurer

Zeitlebens hat er darauf hingewiesen, welch elementaren Einfluss das Licht auf die Lebensqualität von uns Menschen hat: Am 12. Mai 2020 wäre Ingo Maurer 88 Jahre alt geworden. Vergangenen Oktober ist unser genialer und streitbarer Kollege im 87. Lebensjahr in München gestorben. Maurer war ein Lichtpionier, ein Künstler, dem wir großartige Lichtobjekte und Lichtinstallationen verdanken. Seine Reise mit dem Licht begann 1966 mit der Tischleuchte „Bulb“, die bereits 1969 in die Designkollektion des New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen wurde. Es folgten kommerziell erfolgreiche und oft kopierte, in ihrer Präzision aber unerreichte Objekte wie die Niedervolt-Halogenlampe „YaYaHo“ (1984) oder die Zettelleuchte „Zettel´z 5“ (1997). Von tiefgründigem Witz zeugt auch seine technoide Stehleuchte „My New Flame!“ (2012), bei der ein LED-Panel eine flackernde Kerzenflamme imitiert.

Licht mit hoher emotionaler Wirkung

Maurers Kreationen waren fantasievoll, oft überraschend, und sie unterstrichen stets die hohe emotionale Wirkung, die Licht auf uns ausübt. Besonders für das warme, anregende Licht der Glühbirne machte er sich stark. Als einer der Wenigen versuchten er und sein Designteam anno 2009, öffentlich gegen die EU-Leuchtmittelverordnung mobil zu machen. „Wir haben nie gezögert, uns mit neuen Lichttechnologie auseinanderzusetzen. Trotzdem halten wir die Qualität des Lichts einer Glühlampe nicht für ersetzbar, sondern für einzigartig“, schrieb er damals in einer Presseerklärung. Und warnte darin vor den negativen Auswirkungen, die das Licht von Kompaktleuchtstoffröhren und anderen minderwertigen Leuchtkörpern auf die Psyche der Menschen hat.

Internationale Ausstrahlung

Seine Lichtobjekte wurden in Ausstellungen in Paris, New York und Tokio gezeigt. Als Lichtplaner war er für den japanischen Modedesigner Issey Miyake tätig, außerdem gestaltete er die Innenräume des Atomiums in Brüssel und im Atrium des Kaufhauses Lafayette Maison in Paris. Für München plante er 1998 die Beleuchtung für den U-Bahnhof Westfriedhof. Sein letztes Projekt war die Deckenleuchte „Silver Cloud“ im Münchner Residenztheater, die wenige Tage vor seinem Tod im Oktober 2019 fertiggestellt wurde. Ingo Maurer hat zahlreiche internationale Designpreise erhalten und wurde 2006 zum Ehrendoktor des Royal College of Art in London ernannt. Seine Stimme fehlt uns schon jetzt. 

Light + Building turnusgemäß wieder im Jahr 2022

06.05.2020 Pressemeldung der Messe Frankfurt

Angesichts der durch die Corona-Pandemie bestimmten weltweiten Lage und den damit verbundenen Veranstaltungsverboten sowie Reiserestriktionen hat sich die Messe Frankfurt gemeinsam mit ihren Partnern – ZVEI und ZVEH – sowie dem Messebeirat darauf verständigt, die 11. Light + Building auszusetzen und turnusgemäß vom 13. bis 18. März 2022 durchzuführen.

Verschoben: Light + Building findet im September 2020 statt

Aufgrund der Verschiebung der Light + Building verschieben wir ebenfalls unsere Vortragsreihe und die Jahreshauptversammlung in den September.